Aus den USA sind abwegige Klagen vor Gericht bekannt geworden, die den gesunden Menschenverstand brüskieren. Die Fälle sind berüchtigt: Heisser Kaffee, verlorene Hose, Blitzschlag und so fort. Meistens erscheinen uns Dinge unbegreiflich, wenn die nötigen Zusammenhänge dem täglichen Blick entzogen sind. Weiterlesen
Herr Punkt möchte aus dem normierten Alltag, in dem er sich sonst immer wohl befunden hat, für kurze Zeit ausbrechen. Sein verwegener Entschluss: Der Besuch eines römisch-irischen Bades, gleich nach der Arbeit. Weiterlesen
Der Junge meiner Freundin hatte nichts dagegen, dass ich in diese Welt komme, in der er sich auskennt. Weiterlesen
Nun ist er also Präsident, der Troll von Amerika, wie er im Netz bezeichnet wird. Ein Naturmensch ohne Anstand. Übergriffig, launisch, plauderhaft, unverfroren selbstbewusst. Sein Erfolg schockt weltweit. Vielleicht findet sich eine Einsicht, die das Ganze nachvollziehbar macht. Weiterlesen
Nur schon der Blick in den Himmel kann uns nach dem Sinn des Lebens fragen lassen. Alltagstüchtig aber sind wir nur, wenn wir diese Frage ausgeblendet halten. Weiterlesen
Vor einiger Zeit wurde ich als Historiker für eine Vakanz im Heimatschutz beworben. Ich lehnte ab, mühelos. Weiterlesen
Diese Betonköpfe! Hochdekorierte Militärs. Ich staune immer wieder, wie sehr wir uns in Menschen täuschen. Weiterlesen
Verschwörungstheorien bieten einen handlichen Durchblick. Aber mir scheint, sie sagen mehr über ihre Vertreter aus als über das Ereignis, das sie zu durchleuchten vorgeben.
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Was Begriffe bedeuten, lässt sich leicht prüfen. Bei unscharfer Definition setzt flink der Rotstift an, als wär’s ein Stück Geometrie. Dabei haben auch Ausdrücke eine Geschichte. Ihre Bedeutung zerrinnt wie wir in einem Fluss von Zeit. Weiterlesen
Seit Langem stosse ich mich am Wort ‘spannend’, genauer an den Umständen, unter denen es benutzt wird. Allerdings gibt es immer Gründe, die nicht auf Anhieb sichtbar sind. Weiterlesen
Über das trickreiche Appledesign kann man Einiges nachlesen. Wenn man aber die Entwicklung in den Blick nimmt, die das Produktedesign überhaupt im Verlaufe von Jahrhunderten durchläuft, erscheint es auch nur als Nuance, als Welle unter vielen. Dennoch könnte seine soziale Aufgabe weiterreichen, als nur zum Kauf anzuregen. Viel weiter, will ich meinen. Weiterlesen
Letzthin besuchte ich das Gebäude einer pädagogischen Hochschule, wo ich vor Jahren, als es noch ein Seminar war, zur Lehrkraft ausgebildet wurde. Weiterlesen
Die Frage nach dem Ich wäre vor 1800 nicht verstanden worden. Heute wird jeder damit beschäftigt, der sich analysiert sieht. Und analysiert werden wir überall. In Schulen, in Familien, am Arbeitsplatz, selbst in Intimbeziehungen. Nicht die Frage, wer man ist, interessiert, sondern: Was heisst es eigentlich, jemand zu sein? Weiterlesen
Es ist Mode, den Westen zu hassen. Auch von innen. Wie könnte man den Westen lieben? Immerhin steht er weltweit unter Druck. Eine Liebe zum Westen müsste eine therapeutische sein. Das meine ich ohne Verachtung.
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Die Kirche schlug die halbe Stunde. Und sogleich fuhr das Postauto los, als hätte der Glockenschlag seinen Start ausgelöst. Ich war schockiert. Was für eine Präzision! Und vor allem: Wie normal! Weiterlesen
Sprayers haben recht. Wie das? Weiterlesen
Selbstkritik ist in ihrem Anspruch eigentlich nicht einlösbar. Denn Kritik überhaupt setzt voraus, dass ich mich vom Sachverhalt unterscheide, den ich beurteile. Ich darf nicht darin verwickelt sein. Niemand aber tritt aus sich selbst heraus. Oder nur unter wenig alltäglichen Umständen. Weiterlesen
Gute Politik und guter Unterricht haben vieles gemeinsam. Aber was guter Unterricht sein soll, wird von Generation zu Generation anders beantwortet. Was man heute für dringend geboten hält, wird irgendwann als Laune von gestern abgetan. Gute Politik kann nicht so wechselhaft sein. Vielleicht gibt es Antworten auf diese Frage, die Moden überstehen. Weiterlesen
9/11 im Rückblick: Die Ungereimtheiten sind beschämend. Selbst Fachleute teilen sie. Weiterlesen
Städtischer geht’s nicht: Eine Unterbrückenwelt, mit hunderten geparkter Fahrräder. Wolkenkratzer vom Typ Winzling. West-Park in der Nachbarschaft sowie Techno-Park, mit Anlieferungen namens Darwin oder Edison. Weiterlesen
Wenn Kultur eine besondere Stufe der Natur sein soll, dann sind wir Menschen auch mit dem Gelben Schleimpilz verwandt. Und wie!
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Früher war mir der technische Fortschritt wie so manchem verhasst. In den Achtzigern gehörte das zum guten Ton. Mittlerweile sehe ich die Sache anders.
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Byung-Chul Han wird als neues Gestirn der Philosophie gehandelt. Dass er sich auf zwei Kulturräume versteht, ist ihm anzurechnen. Berlin im Sommer, Seoul im Winter. Man hofft begierig auf neue Einsichten. Doch Han moralisiert wie seit je im abendländischen Denken üblich. Feinsinnig, leidend, überlegen.
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Ausserhalb Oerlikon, Fussgängerampel: Eine ausländische Familie wartet Grün ab, ich stosse dazu. Es sind Tamilen, Inder oder Bangladeshi. In gut abschätzbarer Ferne zeigt sich etwas Verkehr, also setzen Mutter und Kinder noch bei Rot über die Strasse. Zum Ärger des Vaters.
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Grosskonzepte wie Kapitalismus oder Sozialismus stolpern bei ihrer Umsetzung über die gleichen Probleme. Da nützt alle Theorie nichts, mag sie auch akademisch daherkommen. Die ganzen Debatten könnte man sich sparen, ob Selbstbestimmung vor Ort oder durchgängige Umverteilung das richtig wäre. Das Problem, das ich meine, hat einen rassistischen Namen: Schwarzpeter. Weiterlesen
Alle Gesellschaft will Sicherheit. Es soll ja nichts Schlimmes passieren. Aber Sicherheit hat noch eine andere Aufgabe. Bei Redundanz wird diese deutlich.
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Nun habe ich das Spiel ‚Journey‘ mehrmals durchgespielt. Bis auf einen Gesichtspunkt bin ich angenehm überrascht. Auch über mich selbst. Und darüber, dass die künstliche Welt des Spiels notwendig zur echten Welt gehört. Weiterlesen
Meine Mutter hatte die Betten frisch bezogen, ich setzte mich auf den Rand und liess die Beine baumeln. Weiterlesen
Es brüskiert den gesunden Menschenverstand, wenn uns weisgemacht wird, aus nichts könne etwas entstehen. Man sagt dann einfach, es sei Gott, der das vermag. Aber mit dem Urknall verhält es sich nicht anders. Weiterlesen
Heute hat man keinen Begriff von den Ängsten, die ein Luther seines Gottes wegen ausstand.
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Was wir Menschen tun, könnte genauso natürlich sein. Wie alles, was wir umstandslos als Natur ansprechen. An dieser Vermutung dürften sich manche stören, andere fühlen sich aus Druck und Enge erlöst. Weiterlesen
Es gibt Anzeichen dafür, dass das Leben den Planeten verlassen wird, bevor er in der Sonne verglüht oder neben ihr erkaltet. Diese Aussicht hätte das Zeug zur Religion. Weiterlesen
Die Vorschläge, wie man richtig erzieht, verändern sich seit Jahrhunderten. Vielleicht findet sich ein Ansatz, der diese Moden erledigt. Ein überhebliches Ansinnen, zugegeben, aber ein Versuch ist es allemal wert.
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Auf Campingplätzen ist man der Natur kaum näher als sonst wo, trotz Bäumen, Stränden und Hecken. Im Gegenteil. In Städten jedenfalls ist mehr Natur zu haben, vorausgesetzt, dass mit Natur Wildwuchs gemeint ist, sprich Freiraum.
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Gewisse Leute stehen seltsame Ängste aus. In ihrer Not wirken sie selbstbezogen und überheblich. Eine Ungereimtheit, die zu denken gibt. Wie liesse sie sich auflösen? Weiterlesen
Es wird gemunkelt, Griechenland verschlinge Fördergelder, weil Europa die Wiege des abendländischen Denkens keinesfalls im Stich lassen werde. Das wäre beiderseits eine ziemlich peinliche Geschichte. Weiterlesen
Unter Leuten, die sich oft und ungern den 68ern zugeordnet sehen, ist das Wort ‘aufgleisen’ beliebt. Weiterlesen
Kaufleute geben auf ihr Auftreten und Benehmen besonders Acht. Das versteht sich von selbst. Aber warum ist das so? Weiterlesen
Eine junge Frau schwärmt von Mexiko. Stricktasche, Strickjacke, die Haare vielleicht angefilzt, was das wäre leicht überzeichnet. Aber sie dreht Zigaretten. Weiterlesen
Ob ich schon Ideen für die V-und-V-Sonderwoche ausgearbeitet hätte, werde ich von der Schulleitung gefragt. Wie immer professionell früh sollte die Sache auf dem Tisch liegen. Weiterlesen
‘Wurmfortsatz der asiatischen Landmasse’ wurde Europa kürzlich genannt. Weiterlesen
Fussball fand ich immer rüpelhaft. Es gab mir auch handlich Gelegenheit, dass ich mich in feinsinniger Künstlerschaft oder Ähnlichem davon absetzte. Meine abfällige Meinung bestand bis vor Jahren, als ich durch Fernsehkanäle zappte. Seither ist dieser Sport in meinen Augen sogar zu einer Kultur geworden. Weiterlesen
Preussische Härte hat einen üblen Ruf. Nicht zuletzt deshalb, weil Hitler und seine Gefolgschaft ihr anhingen. Offenbar diente ihm das Bild Friedrich des Grossen als Ikone im Bunker. Wie kann man diese Härte verständlich machen? Weiterlesen
Letzthin belauschte ich ein Gespräch zur Umdeutung des Monsters Nero, die derzeit im Schwange ist. Demnach soll der Römer durchaus bei Verstand gewesen sein Weiterlesen
Immer, wenn Offiziere Befehle zu einer Übung ausgaben, stand ich beschämt da. «Ich orientiere», riefen sie. Und: «Ich will!» Damals war ich beeindruckt von dieser cäsarischen Haltung. Im Grunde zitierten sie aber nur aus einem Handbuch.
Eine alte Dame wirft Stöckchen, ihr Zwergpudel holt und bringt. Das wäre nichts Besonderes, wenn das Tier dabei nicht angeleint bliebe. Die Rollleine erlaubt diesen seltsamen Auslauf. Weiterlesen
Eine Moral stellt Ansprüche. Zu hohe, wie mir scheint. Weiterlesen
Oberflächlichkeit beklagt sich leicht. Aber ob die, die sie verabscheuen, deshalb Tiefgang haben, ist keinesfalls ausgemacht. Ihnen widme ich die Frage, was Oberflächlichkeit eigentlich leistet. Weiterlesen
Eine Studentenverbindung marschiert im Gleichschritt vorbei. Das erinnert mich an die Zugschule. Faschos, grummelt jemand, während ich filme. Weiterlesen
Zürich, Hauptbahnhof. Von der Time Lounge aus überblickt man das bunte Geschehen in der Bahnhofshalle. An diesem Ort gewöhnt man sich die Überzeugung ab, das Leben könnte sinnlos sein.
Wie gut, dass ich Soldat gewesen bin. Nicht dass ich nur deshalb ein Mann geworden wäre, irgendwie bin ich schon so zur Welt gekommen. Weiterlesen
Claude Lévi-Strauss, dieser Freund des Menschen, hat sich erst spät der Kultur Japans gewidmet. Ihre Andersartigkeit wirft Klarheit auf uns westlich Zivilisierte. Weiterlesen
Ein japanischer Professor berät Frauen bei Schwangerschaft und Geburt. Regenmantel, Hut, Hornbrille, verschmitztes Gesicht. Wie sollte er auch nur einen Hauch davon verstehen?
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Wenig Staat, Wettbewerb überall, ausgelagerte Spezialisierung. Schande denen, die rote Zahlen schreiben. Was steckt zuinnerst in der neoliberalen Einstellung? Wäre sie eine Babuschka, was käme heraus? Weiterlesen
Ein irisches Pub hüllt dich ein wie eine Kuh. Behütet vor baumloser Landschaft mit Wind und rauer See nährt dich der samtzarte Schaum schwarzen Bieres. Weiterlesen
Die Moderne setzt auf Bildung für alle. Als Pflicht, nicht bloss als Recht. Nun, da alle gebildet sind, reden alle einander ins Zeug. Weiterlesen
Früher war man einem Idealbild von sich selbst verfallen, das jeder Spiegel geschönt wiedergab. Oder man litt an einem Zerrbild seiner Person, das sich ebenso hartnäckig hielt. Mit der smarten Digital-Filmerei gewinnen wir heute Kontrolle über unser Selbstbild. Weiterlesen
Der Mensch sei ein Irrläufer der Natur, seine Spezies eine Katastrophe. Seit einiger Zeit entfremde ich mich zunehmend von dieser Überzeugung. Weiterlesen
Peter V. war anstrengend im Umgang. Sein Denken fand keine Pause, er schloss irgendwelche Zusammenhänge kurz. Weiterlesen
Gamer haben einen schlechten Ruf. Weiterlesen
Wie wird man des Fremden Freund? Weiterlesen
Der Ort liegt im Schatten von Davos. Trotz Sonne von früh bis spät. Weiterlesen
In einer Geschichtsarbeit las ich Hitlo statt Hitler. Das amüsierte mich. Weiterlesen
Gessnerallee: Zizek spricht zwischen Dada und John Cage zur Lage der Dinge Weiterlesen
Schon an der pädagogischen Hochschule verfasste ich Blogs. Jedoch nutzte ich bloss das Angebot, dass man vorweg Punkte macht, die letztlich überschüssig sein würden. Weiterlesen
Wir warteten auf den Abflug. Weiterlesen
Im ersten Kanal des Schweizer Radios läuft derzeit Musik, die aus den 80er-Jahren stammt. Weiterlesen
Früher hatten sie Angst vor Kobolden im Gebüsch. Heute sollten wir uns in Acht nehmen vor Idealen im Kopf. Weiterlesen
Die neuen Seelsorger finden sich weder in Kirche noch Psychiatrie. Sie sind in Fachgeschäften für Heimelektronik tätig. Weiterlesen
Blocher stellt Schweizer Maler aus. Diese Auslese hat mit Kunst nichts zu tun. Weiterlesen
In Wirtschaft und Gesellschaft hat der Sport das Vorbild Kriegführung abgelöst. Weiterlesen
Aus meiner Sicht ist es naheliegend, wenn Heranwachsende in Netzwerke und Spielwelten verschwinden. Weiterlesen
Oft fühlen sich Eltern von ihren Kindern verraten. Weiterlesen
Der Holocaust sei klar eine Lüge, meinte er in einem Ton, der keineswegs höhnisch klang, sondern eher pflichtbewusst. Weiterlesen
Früher hasste ich Weihnachtsmärkte. Weiterlesen
Vor Wochen ass ich zufällig in einem Italiener-Club zu Mittag. Weiterlesen
Mein Vater fühlte sich als Kind im Nebel Zürichs geborgen. Das widerspricht dem geläufigen Empfinden. Weiterlesen
Die kleinste Form von Gesellschaft sei der Brauttausch unter Familien, so Claude Lévi-Strauss. Weiterlesen
Als Schüler waren mir Hausaufgaben schnuppe, als Lehrer meide ich sie, weil sie Aufwand und Ärger bedeuten, als Vater hasse ich sie. Weiterlesen
Der Besuch einer Kläranlage lohnt sich für Biologen, aber für Literaten, Lehrkräften in Deutsch, Germanisten in diesem Fall? Weiterlesen
Seit Langem wird vor dem Suchtpotential Sozialer Netzwerke gewarnt. Eine solche Heuchelei habe ich noch selten gehört. Weiterlesen
Der Feind, der Gegner wird herabgewürdigt bis entmenschlicht. Dabei sollte man nicht zu weit gehen, denn am Ende isst man ihn noch auf. Weiterlesen
Die Moderne hat zähe Gegner. Sie treffen sie empfindlich. Was macht sie falsch? Weiterlesen
Der menschliche Beitrag zum Klimawandel ist umstritten. Allerdings nicht bei allen. Weiterlesen
Seiner Vermittlung verdanke ich einiges wie das Wissen darüber, dass unser Gehirn im Verhältnis weit mehr Energie erzeugt als die Sonne. Weiterlesen
Es heisst, wir seien eine Wissensgesellschaft. Weiterlesen
Die Verwissenschaftlichung des Lehrberufs ist in Schweizer Kantonen mehr oder weniger demokratisch abgesegnet. Weiterlesen
Wir dulden es nicht, wenn man ganze Rinder lebend kopfüber dreht und ihre Kehlen durchsäbelt. Weiterlesen
Ein Problem der Moderne liegt darin, dass wir ein Grundrecht einfordern, das es gar nicht gibt: Nämlich das Recht auf ein erfülltes Leben. Weiterlesen
So genannte Intellektuelle verachten Autorennen. Das ist zu bedauern. Denn wider Erwarten zeigt sich dort ein zivilisatorisches Minimum in Reinform. Weiterlesen
Der wahre Frühling entfaltet sich unter Menschen an der Schwelle zum Winter. Besonders dann werden sie zu vorsätzlichen Tätern ihrer Fruchtbarkeit. Sinnlichkeit der Früchte. Ernteüberschuss. Weiterlesen
Das Bologna-System gehört zu den Gütern, die aus Europa importiert sind. Die Unterschrift erfolgte unter Gruppendruck, wie nachzulesen ist. Der Rest verlief verfassungsgemäss. Weiterlesen
Es ist doch erstaunlich, wie die gesellschaftlichen Abläufe glattgehen. Mehrere Jahre lang genoss ich den Blick auf eine belebte Kreuzung mit Ampeln. Täglich boten sich mir Millionen von Chancen des Misslingens. Weiterlesen
Mir gefallen die Schweinwerfer entlang der Rollbahn. Man spricht von Befeuerung. Bei Nacht wecken sie urban romantische Gefühle, tagsüber werden sie zu einem Sinnbild für Menschen schlechthin.
Was lebt, sortiert sich selbst, so auch an der Streetparade: Wenn man vom Hauptbahnhof kommt, lassen sich die Gruppen wie Dantes Höllenringe unterscheiden:
Gedränge am Bahnhof Potsdamer Platz: Ich schneide einem japanischen Pärchen den Weg ab und verneige mich unwillkürlich zur Entschuldigung.