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Mensch und Natur im Kosmos

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Bildung

Joker. Ein Fall für Lehrkräfte

Dank Corona bin ich in die peinliche Lage geraten, dass ich mir Filme wie «Joker» zu Gemüte führe. Nun ist zu hoffen, dass die gegenwärtige Häuslichkeit keine Jokers hervorbringt. Die Figur ist mir aus den Schulklassen, die ich unterrichtete, bestens vertraut. Zumindest, was ihr Auffallen angeht. Weiterlesen

Idealismus in der Erziehung

Unter Erziehern sind Idealisten verbreitet. Man könnte sie Fundis nennen. Ich sehe mich hingegen als Realo. In aller Bescheidenheit. Für den pädagogischen Idealismus fehlt mir wohl sehr oft die nötige Einbildungskraft.

Wenn ich zum Beispiel den Termin zur Abgabe einer Hausarbeit anordne, fällt es mir schwer, so zu tun, als handelte es sich um einen Kundentermin oder um etwas, das dem an Ernsthaftigkeit vergleichbar wäre, eine behördliche Sitzung oder der Meilenstein einer Projektarbeit, wo es bei Fehlern zu Verzögerungen käme, die ins Geld gingen. Also halte ich es für eine Form von Idealismus, wenn man die Schüler dazu auffordert, sie sollten den Auftrag so wahrnehmen, als handelte es sich um einen Kundentermin. Der Vergleich hinkt beträchtlich, denn ein enttäuschter Kunde wendet sich ab und sucht ein anderes Angebot. Es kommt also zu einem wirtschaftlichen Schaden. Das macht die Ernsthaftigkeit der Sache aus. Bei versäumter Abgabe einer Hausarbeit droht kein solches Ungemach, man mag es sich noch so sehr einreden.

Dann wird das eben einfach geübt. Wie beim Sport, der allem Möglichen zum Vorbild dient. Athleten trainieren für den Wettkampf, das Training selbst ist keiner. Es hat eine eigene Wirklichkeit. Im Sport klaffen Übung und Ernstfall klarer auseinander als andernorts.

Vor Jahren war ich Mitglied einer Milizfeuerwehr. Man liess sich Zeit, die Fertigkeiten zu üben: Stricke knoten, Schlauch verlegen, Erste Hilfe leisten. Immerhin winkten Bratwurst und Bier. An die Abläufe wurden indes höchste Ansprüche gestellt. Die Offiziere griffen ein, verbesserten, belehrten, stoppten die Zeit. In jenen Jahren durfte ich einen Ernstfall mitmachen. Eine Scheune brannte, das Wohnhaus war zu retten. Es herrschte ein völliges Durcheinander, man riss sich Werkzeuge aus der Hand, Befehle schwirrten herum, tausend Hände griffen überall zu, wie es gerade nötig war.

Am Ende war das Ziel erreicht, der Brand gelöscht, das Haus gesichert. Der Idealismus der Offiziere wirkt nachträglich wie etwas Überflüssiges.

Eine Mutter kauft eine Dörrmaschine und wünscht von ihrem Sohn, er möge ihr dabei zur Hand gehen. Es ist ihr ein Anliegen, dass er etwas Sinnvolles tut. Misslaunig schichtet er Schnitze von Pflaumen und Aprikosen in die siebartigen Lagen. Die Mutter stellt ihn zur Rede, woraufhin er meint, man könne das ganze Jahr über Obst kaufen. Tatsächlich gibt es weder Holz zu hacken für den Winter, noch Kartoffeln zu stecken. Der Junge erachtet das Projekt seiner Mutter als Liebhaberei, während sie ihm den erzieherischen Nutzen davon einschärft. Nun weiss der Junge um die Inszenierung seiner Nützlichkeit. Wenigstens soll er staubsaugen, allerdings handhabt er das Kabel derart ungeschickt, dass die Mutter sich zur Schilderung genötigt sieht, wie sie früher mit Kehrbesen und Schaufel hantierten.

Der pädagogische Idealismus wuchert, sobald wenig Druck herrscht. Im Ernstfall lässt er Federn. Da stellt sich die Frage: Was ist die Schule als Ernstfall? Wettkampf oder Training? Hier steht Idealismus gegen Realismus. Nicht zuletzt bekenne ich mich aus Selbstschutz zum pädagogischen Realismus:

Denn häufig sind es die Idealisten, die ausgebrannt den Schuldienst quittieren.

Schwule Natur

Die Empörung darf sich legen: Homosexualität ist natürlich. Solche Fälle kommen überall vor, aber das kann auf blossem Zufall beruhen. Wichtiger ist, dass schwuler Sex eine natürliche Aufgabe hat.

Für die Erklärung dafür sind einige Kenntnisse zusammenzutragen. Der Geissen-Peter im Heidi liefert eine erste wichtige Information: Wenn Ziegen streiten, gäben sie weniger Milch, erklärt er. Darum treibt er die Tiere mit Schlägen auseinander. Dann die Beobachtung meiner Nichte, die zwei Tage die Woche auf einem Landgut arbeitet. In der Kuhherde herrscht Unruhe. Eine jüngere Kuh hat das Leittier herausgefordert und es mehrere Schritte zurückgedrängt. Auch hier die gleiche Folge: Die Kühe geben weniger Milch.

Die klare Rangfolge in einer Herde scheint überlebenswichtig zu sein. Das Leittier eines Wolfsrudels soll seiner Stärke wegen alle Weibchen begatten, während die anderen Rüden untereinander Vorlieb nehmen. Ihre Homosexualität senkt die Aggression unter den Tieren und sichert so das Überleben des Rudels, schliesslich könnten sie den Leitwolf jederzeit angreifen. Diese andauernden Herausforderungen würden das Überleben des gesamten Rudels gefährden.

Natürlich muss es unter Menschen nicht genau gleich abgehen wie unter Tieren. Das ändert nichts daran, dass wir ohne Zweifel von der Natur abstammen. Auch unter uns herrschen nach wie vor Rangfolgen, auch wenn die Führung darauf verzichtet, alle Frauen in ihrem Einflussbereich zu schwängern.

Rangfolgen sowie Homosexualität sind aus meiner Sicht Einrichtungen, die das Leben streut, damit sie der Möglichkeit nach zweckmässig wirksam werden.

Selbst das Leben scheint nicht zu wissen, was noch so kommt.

Und so sind diese Einrichtungen oder Gangarten eben auch unter uns heutige Menschen gestreut.

Zwiebelintelligenz statt Multitasking

Konzentration hat abgenommen, heisst es. Die Sorge, wir würden zu stark abgelenkt, ist berechtigt, die Mühe für mehr Konzentration wohl vergeblich.
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Philharmonie Berlin

Der Besuch eines klassischen Konzerts soll bilden. Dabei ist er von üblichen Stressmomenten durchzogen: Weiterlesen

Quakende Schuhe

Universität Konstanz, Exzellenz und Asbest. Die Bibliothek, wo ich vor Jahren zugange gewesen war, öffnete jüngst wieder ihre Tore. Vom Strande kam ich mit Gummilatschen und beschloss, einen Abstecher dahin einzulegen. Niemals hätte ich mir ausmalen können, dass ich den Ort schamerfüllt wieder verlassen würde. Weiterlesen

Selbstkritik. Eine schwierige Tugend

Selbstkritik ist in ihrem Anspruch eigentlich nicht einlösbar. Denn Kritik überhaupt setzt voraus, dass ich mich vom Sachverhalt unterscheide, den ich beurteile. Ich darf nicht darin verwickelt sein. Niemand aber tritt aus sich selbst heraus. Oder nur unter wenig alltäglichen Umständen. Weiterlesen

Improvisation über das Toni-Areal

Städtischer geht’s nicht: Eine Unterbrückenwelt, mit hunderten geparkter Fahrräder. Wolkenkratzer vom Typ Winzling. West-Park in der Nachbarschaft sowie Techno-Park, mit Anlieferungen namens Darwin oder Edison. Weiterlesen

V und V

Ob ich schon Ideen für die V-und-V-Sonderwoche ausgearbeitet hätte, werde ich von der Schulleitung gefragt. Wie immer professionell früh sollte die Sache auf dem Tisch liegen. Weiterlesen

Erzieher und ihre Dummheit

Ein Vater beschwerte sich, die Mutter verwöhne den Buben. Schon zum xten Mal sei er wegen Bagatellen der Schule ferngeblieben oder Ähnliches. Wie könne sie nur so leichtgläubig darauf vertrauen, dass der Bursche schon seinen Weg machen werde.

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Lob der Oberflächlichkeit

Oberflächlichkeit beklagt sich leicht. Aber ob die, die sie verabscheuen, deshalb Tiefgang haben, ist keinesfalls ausgemacht. Ihnen widme ich die Frage, was Oberflächlichkeit eigentlich leistet. Weiterlesen

Wortlisten im öffentlichen Raum

An die Stufen zur Pädagogischen Hochschule Zürich sind Stichworte gemeisselt wie reflektiert, kritisch, strukturiert, authentisch, kommunikativ, informiert, differenziert, engagiert, systematisch, interessiert, konstruktiv, motiviert.

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Ein Biss in den Schwanz

Die Moderne setzt auf Bildung für alle. Als Pflicht, nicht bloss als Recht. Nun, da alle gebildet sind,  reden alle einander ins Zeug. Weiterlesen

Kleiner Zauberberg

Der Ort liegt im Schatten von Davos. Trotz Sonne von früh bis spät. Weiterlesen

Hitlo

In einer Geschichtsarbeit las ich Hitlo statt Hitler. Das amüsierte mich. Weiterlesen

Gestopfte Geisteswissenschaft

Schon an der pädagogischen Hochschule verfasste ich Blogs. Jedoch nutzte ich bloss das Angebot, dass man vorweg Punkte macht, die letztlich überschüssig sein würden. Weiterlesen

Puzzle-Intelligenz

Wir warteten auf den Abflug. Weiterlesen

Sport als Vorbild in Wirtschaft und Gesellschaft

In Wirtschaft und Gesellschaft hat der Sport das Vorbild Kriegführung abgelöst. Weiterlesen

Ohrenwischerei

Aus meiner Sicht ist es naheliegend, wenn Heranwachsende in Netzwerke und Spielwelten verschwinden. Weiterlesen

Die eigentliche Funktion von Hausaufgaben

Als Schüler waren mir Hausaufgaben schnuppe, als Lehrer meide ich sie, weil sie Aufwand und Ärger bedeuten, als Vater hasse ich sie. Weiterlesen

Ein Deutschlehrer in der Kläranalge

Der Besuch einer Kläranlage lohnt sich für Biologen, aber für Literaten, Lehrkräften in Deutsch, Germanisten in diesem Fall? Weiterlesen

Welche Wissenschaft darf es sein?

Die Verwissenschaftlichung des Lehrberufs ist in Schweizer Kantonen mehr oder weniger demokratisch abgesegnet. Weiterlesen

Eine sachliche Apologie ‚Bolognas‘

Das Bologna-System gehört zu den Gütern, die aus Europa importiert sind. Die Unterschrift erfolgte unter Gruppendruck, wie nachzulesen ist. Der Rest verlief verfassungsgemäss. Weiterlesen

Lehrberuf – Berufung

Heute ist man Lehrerin (die männliche Form wird mit gemeint), wenn man die Punkte aller nötigen Module gegen ein Diplom eingetauscht hat.

Damals wusste ich, dass ich Lehrer bin, nachdem ich geträumt hatte, ich würde ein schlafendes Kind durch eine Bibliothek tragen.

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