Bastl Sollten die Befürchtungen der Gegner öffentlicher Verlautbarungen zu Corona sich als richtig entpuppen, würde eine ganze Weltgesellschaft von einer Elite versklavt, die darauf hingearbeitet hat, indem sie hochüberschüssige Privatvermögen dazu aufbrachte. Als Agnostiker und Versklavter müsste ich das dann so hinnehmen. Könnte ich das wirklich? Eigentlich nein. Schliesslich ginge es hier um ein Horrorszenario schlechthin. Allerdings gibt es eine Möglichkeit für eine Abfindung. Wenn auch eine, die man empörend finden dürfte.Um es klar zu stellen: Dieses Szenario halte ich für völlig unwahrscheinlich, zumal diese Elite ihre Pläne nur miserabel verborgen gehalten hätte. Dennoch ist es möglich. Es wäre eine Gleichschaltung gigantischen Ausmasses. Die bislang nur als Phantasie bekannte Sauronisierung einer buntscheckigen Vielfalt von Völkern hätte sich damit bewahrheitet. Mittels implantierter Chips wären wir dann gebunden, wie es im entsprechenden Epos heisst. Gleichschaltung bedeutet Zentralisierung. Ein Befehl gilt überall. Ausnahmen gibt es keine, wie sie im Föderalismus gängig sind, wo man Gesetze den lokalen Begebenheiten anpasst. Der Spielraum, der dazu nötig ist, gehört mit zum föderalen Bewusstsein.

Wir lernen Föderalismus als Gegensatz zur Zentralisierung bestimmen. Das trifft die Sache nur zum Teil. Die Gemeinwesen, die den Bund eingehen, sind jedoch für sich betrachtet ausnahmslos zentralisiert. Familie, Gemeinde, Bundesland, sie alle sind um einen Befehl gruppiert. Also ist Zentralisierung immer der Fall, jedoch der Einzugsbereich des jeweiligen Befehls unterscheidet sich in seiner Reichweite. Eine Familie hat Regeln, an die sich alle halten. Demnach stellt sie ein zentralisiertes Gebilde dar, sicher früher, als der väterliche Richtwert vorherrschte. Heute ist das nicht mehr so klar. In der Schweiz zeigt man sich vorderhand noch stolz auf das intakte Gemeindeleben. Die Gesetze aber, die man in Turnhallen per Handzeichen verabschiedet, bedeuten genauso die Zentralisierung eines Befehls, auch wenn der nur im bescheidenen Einzugsbereich jener Gemeinde Autorität geniesst. Ein paar Häusergruppen, ein paar Flure und Waldstücke, mehr nicht. Auch die Hobbits kennen Regeln, mit denen sie sich gegenseitig sauronisieren.

Der Konflikt entsteht dann, wenn der Geltungsbereich eines Befehls ausgeweitet wird. Wenn Grossreiche sich ausdehnen und kleinere Gemeinwesen schlucken. Das geht mit Krieg oder ohne. Wenn man die Randgebiete von Grossstädten durchkämmt, stösst man auf die Zentren alter Dörfer. Aber auch diese Flecken verraten ihre ursprüngliche Zentralisierung mit Kirche und Dorfplatz, die in der Regel erhalten geblieben sind. Ihre Eingemeindung steht als Bespiel einer friedlichen Zentralisierung, auch wenn sie damals vor Ort gewiss Unfrieden gestiftet hat.

Umgekehrt wird Zentralisierung im Sinne der Einverleibung kleinerer Gemeinwesen dann sogar gewünscht, wenn die Vielfalt für Stress sorgt. Darin könnte der Ansporn eines Sauron liegen, die Völker gleichzuschalten. Eben die Überforderung wegen zu üppiger Vielfalt an Völkern, die nach widersprüchlichen Regeln leben. Das Chinesische Kaisertum ging aus der Zeit der streitenden Reiche hervor. Die Losung für die nötige Zentralisierung «Alle unter einen Himmel» drückte einen Wunsch aus und nicht eine Sorge um Erhalt des eigenen Gemeinwesens. Aus dem gleichen Grund zentralisierte Louix XIV die ewig streitenden Fürstentümer, indem er eine Honigspur nach Versailles legte und so die örtlichen Befehlshaber unter ein Dach lockte und sie dort festsetzte. Dies geschah mittels weicher Methoden aus dem Zauberkasten des höfischen Protokolls.

Wenn man nun zurückblickt in die Geschichte, so wird klar, dass kein Befehl überdauert. Wir sehen, wie kleine Gemeinwesen in grösseren verschwinden. Diese wiederum zerfallen früher oder später erneut in kleinere Einheiten, als tropften sie aus. Zur Zeit der Veden nannten sie «Yoga» sprich Anschirrung den Moment, da eine Sippe oder ein Dorf weiterzog [p 19]. Man unterwarf sich einem Befehl, eben unterjochte sich ihm, wie es der Ausdruck bildhaft anzeigt, denn endloses Debattieren, vor Ort sonst zweckmässig, stiftete unterwegs und in Gefahren nur Verwirrung und schürte Ängste. War eine neue Bleibe gefunden, zerfiel die zentralisierte Ordnung wieder in Familien und Sippschaften.

Zentralisierung und Föderalisierung gehen wie ein Atem durch die Geschichte. Daher werde ich mir angesichts dieser Weltherrschaft, von der wir ausgegangen sind, klar darüber sein, dass es keinen Grund für die Annahme gibt, ausgerechnet diese Ordnung werde nun für immer so fortbestehen. Auch hier wird man die Zügel in Händen von Generationen legen müssen, die anders gesinnt sind. Vor allem werden sie Eigeninteressen vertreten, die es untersagen, dass sie sich diesen Befehl zu eigen machen. Denn das müssten sie, schliesslich gilt der Anfang vom Niedergang einer Ordnung dann für besiegelt, wenn sie nur noch von oben  verwaltet und von unten erduldet wird.

Der zweite Punkt, warum ich mich damit abfinden würde, dürfte eben Missstimmung erzeugen. Kurz gesagt, der Stärkere hat sich durchgesetzt. Empörend ja, aber auch falsch, sofern man darwinistisch denkt. Denn ist immer der Klügere, der Geschicktere, der sich durchsetzt. Wenn dieser Elite gelänge, was man ihr zurechnet, dann käme ich zu der Schlussfolgerung, dass das Leben diese weltweite Gleichschaltung zugelassen hat.

Zum Beispiel als eine Art Übergangsphase, wo Kräfte sich bündeln. Die Elite und ihre Machenschaften, etwa dass sie Krisen streuen, wenn sie es für geboten halten, und Personen sowie Gremien und Ministerien mittels Zuschüssen binden, die niemand abzulehnen in der Lage ist, wären dann Mittel zum Zweck des blossen Lebens selbst.

Mehr nicht.

Was immer sein Zweck sein könnte. Denn darüber wissen wir wirklich nichts zu sagen.