Berlin, Gropiusstadt: Ein neues Wohnen für Menschen aus schattig feuchten Hinterhöfen. Die Teilung Deutschlands jedoch liess die Anlagen in die Höhe schiessen. Nur so war der nötige Wohnraum gewährleistet.

Ein Platz an der Sonne geriet zur Stätte der Entfremdung.

Als Christiane F. hier ihre Kindheit verbrachte, waren die Bäume noch klein gewachsen. Nun sind sie zu Wäldern geworden, die marode Spielplätze verbergen. Man trifft vorwiegend auf Rentner. Die Teiche mit Springbrunnen sind leer und zugewachsen. Niemand mehr versammelt sich in diesem spritzig frischen Wirkbereich.

Hinter verschlossenen Balkontüren höre ich Hunde bellen.

In einem dieser Wälder treffe ich auf eine alte Frau, die Nebelkrähen Fressbares zuwirft, als wären es Tauben. Man glaubt den Vögeln eine gewisse Irritation anzumerken. Sie würden es verstehen, wenn sie wüssten, dass es auch für die Frau eine Art Nahrung bedeutet, wenn sie sie füttern kann wie sonstwo Tauben oder Möwen.

Wie ehemals ihre Kinder.