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Sollbruchmenschen

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Die Natur kennt Sollbruchmassen. Ihre Opferung ist zugleich ihre natürliche Funktion. Das zeigt sich beispielhaft bei Herden. Vielleicht ist das unter uns Menschen nicht anders, denn wir haben unsere Gruppennatur nach wie vor nicht im Griff. Wie auch. Sie schiebt uns über rote Linien hinweg, sie drängt uns zu eiskaltem Kalkül gegen andere.

Das Leben ist von Ungerechtigkeit durchsättigt, die Natur strotzt förmlich davon. In Herden werden bestimmte Tiere gemobbt und isoliert, damit hungrige Jäger sofort auf sie abzielen, etwa wenn sie als Letzte am engen Wasserloch trinken, während die Herde sich rettet. Als ihr Opfer, als ihr Angebot an die Jäger. Nur die Familien von Alphatieren geniessen Vorzüge zum Überleben. Der vorsätzlich geschwächte Rest darbt vor sich hin, eben als Sollbruchmasse. Eine feindliche Horde wird mit ihnen beschäftigt sein, während die Alphagruppe die Flucht ergreift.

Das mögen wir falsch finden. Tatsache ist, dass so die Gruppe fortbesteht. Nicht die ganze, aber sicher der fitteste Teil davon, und das reicht aus zum Fortbestand. Dazu sind alle Mittel erlaubt.

Wie immer, wenn es um Leben oder Tod geht.

Vielleicht verhält sich das unter Menschen genau gleich. Wir mögen uns als Einzelperson zivilisiert verhalten, unsere Gruppennatur verhält sich unter Druck so roh und animalisch wie seit je. Sie lenkt uns, sie schiebt uns, denn Menschen überleben nur als Gruppe. Gruppenzugehörigkeit geht uns über alles, das Gift namens Identität, das notfalls jeden Rechtsbruch in Kauf nimmt, damit unsere Zugehörigkeit und schliesslich die Gruppe selbst in ihrem Fortbestand garantiert sind. Einmal angenommen alle Verschwörungstheorien treffen zu, die seit Corona im Umlauf sind. Einige haben sich bewahrheitet, etwa die Zweifel punkto Impfung, sodass es im Übrigen an der Zeit wäre, dass man sich bei denjenigen entschuldigt, die als Schwurbler verunglimpft worden sind. Diese Aufforderung geht auch an mich. Immerhin leben wir in einer Gesellschaft, die sich zunehmend spalten lässt. Wenn sich nun gewisse Verschwörungen bestätigen, so besteht der leide Umstand, dass auch andere zutreffen könnten, die uns noch enger zu Leibe rücken.

Der gesamte Verschwörungstheoriekomplex lässt sich seit Corona und neuerdings im Zuge eines möglichen Weltkrieges oder sonstiger vermuteter Globalkatastrophen so auf einen Nenner bringen, dass eine elitäre Gruppe milliardenschwerer Familien im Rahmen einer Art internationalen Oligarchie ihre beispiellosen Mittel einsetzt, um eine breite Masse minderbemittelter Menschen wie mich und Millionen andere in unterschiedlicher Form zu binden. Sie beschäftigt sich mit der Frage, wie man Sollbruchmenschen schafft. Etwa macht sie die Löhne fetter, hängt sie aber höher im Schlot von Grosskonzernen. Wer sich hochmüht, sorgt für Systemerhalt. Oder sie fördert die Computerisierung derart, die zu handhaben uns andauernd von einem ursprünglichen Kerngeschäft ablenkt. Oder sie nutzt neuste Befunde zu Gehirn und Nervensystem und führt uns Gefälligkeiten zu, die wir auf Knopfdruck bedienen. Diese bescheren uns Wohlgefühle, eine regelrechte Wöhle in der Höhle, als duschten wir rund um die Uhr. Die Sollbruchmasse wird also gebunden durch Ablenkung, der sie kaum widersteht. Heutzutage weiss man, dass für die Techgiganten des Cilicon Valley Sucht kein Problem darstellt, das in Kauf zu nehmen wäre.

Für sie ist es MIttel zum Zweck. Unsere Sucht ist ihr Rohstoff, wie viele betonen.

Sie ist Ziel und Zweck ihrer Geschäfte zur Vermarktung von Rohdaten, die unser fein hochgezüchtetes Suchtverhalten, diese Dusche rund um die Uhr massenhaft hereinklicken lässt.

Der Trick dabei macht durchaus Eindruck, wie schon festgestellt wurde, denn sonderbarerweise fühlen wir uns souverän und frei in dieser Art von Bindung. Sie bedeutet eine freiwillige Einstülpung, die Foucault als Zwang beschrieben hat. Heute ist von Incells die Rede. Oder sie teilt uns auf, sodass wir keine Mehrheiten gegen sie bilden,  indem sie politischen, ethnischen und rassistischen Zwist säht. Oder sie setzt Viren frei. Wir wären dann Sollbruchmenschen, die man notfalls verarmen lässt oder ausradiert, so lautet diese Überzeugung in zugespitzter Form, etwa indem man sie aushungert, wie es gerade in Gaza geübt wird.

Bill Gates wird hier gerne als eine der treibenden Kräfte genannt. Tatsächlich verbindet er vor Publikum und laufender Kamera neue Impfstoffe und verbesserte Gesundheitsfürsorge direkt mit der Verringerung der Menschheit um 15 Prozent. Diese krude Logik reizt ja notwendig dazu auf, dass man eine Verschwörung dahinter vermutet. Wie sollen neue Impfstoffe und verbesserte Gesundheitsfürsorge sowie verbesserte Reproduktionstechniken dazu führen, dass es weniger Menschen gibt? Wohlstand verringert die Population, das ist bekannt. Verbesserte Gesundheit müsste doch eher zu ihrer Vermehrung führen. Und fast notwendig kommt mir ein betagter Verwandter in den Sinn, der Corona heil überstand. Später entschied er sich vernünftigerweise für die Impfung und legte innert Kürze einen Herzinfarkt hin.

Ich persönlich glaube nicht daran, dass die erwähnten Mittel eigens designt, diese Methoden eigens entwickelt wurden, um Sollbruchmenschen zu schaffen. Umgekehrt frage ich mich schon, was Menschen einfällt, wenn sie über ein Vermögen verfügen, das in jeder Geschichte ohne Beispiel ist. Sie könnten auch einem Pflichtwahn verfallen, die Menschheit dringend regulieren zu müssen. Eher sehe ich es so, dass sie neuste Mittel fortlaufend in ihre hintergründige Agenda einbauen. Trotzdem also einmal angenommen, dieser Verschwörungskomplex träfe zu und die Sache würde eines Tages genau in dieser Art gelingen, dann würden wir uns manipuliert und hintergangen fühlen, schwach und wertlos, übervorteilt auf den Tod, während keinerlei Chance auf Ausgleich, auf Genugtuung bestände. Wir nehmen natürliche Katastrophen in Kauf, gehen willig durch ein Tal der Tränen, bis Erlösung kommt. Wenn aber das Leid daher stammt, dass andere mutwillig deine Gruppe neutralisieren und vernichten, versinken Menschen ob ihrer Ohnmacht in einer Sinnverneinung von der Qualität eines Schwarzen Loches.

Wie könnten wir anders mit dieser Düsternis umgehen?

Erlösung versprechen sich manche Religionen von Heilsbringern, die irgendwann auftreten. Der indische Weg hingegen sieht in äusserster Versachlichung die wahre Erlösung. Eine Sichtweise, die wir Westler eher abweisen. Denn Versachlichung führt sozial gesehen eher nach unten als nach oben. Niemand sieht sich gerne als Psychopath versachlicht, als Nutte, als Hedonistin, als Gammler, eher schon als Held oder Heilige, aber auch eine solche Bestimmung kann die jeweilige Person von sich selbst entfremden. Für Georges Bataille bedeutet beides eine Ausscheidung aus dem Gewöhnlichen, ob nach oben ins Licht oder nach unten in den Moder unter unseren Füssen. Die äusserste Versachlichung, auf die Inder hinleben, lautet: Ich bin Es. Oder ich bin Das. Gemeint ist damit, dass ich mich selbst als Verkörperung des Alls begreife. Sozusagen als lebendige Ausstülpung des Totalen aus einem Ozean zittriger Möglichkeiten. Wir alle sind Es oder Das, was immer wir tun und erleiden, somit auch jene Oligarchie, die wir am Werk vermuten, die also seit Jahrzehnten eine heimliche Agenda gegen uns durchsetzt. Eine äusserste Versachlichung könnte lauten, wir seien eben kosmische Tatsachen, die sind wie sie sind. Das wäre doch zu allgemein, zu abstrakt, um nützlich zu sein. Konkreter wäre die Versachlichung, dass wir das Leben sind, das uns hervorgebracht hat. Ein Es, bei dem unklar ist, ob es Absichten erfolgt. Immerhin hat es Formen wie uns geschaffen, die eindeutig auf Ziele aus sind. Und was wäre das, ein Etwas, das Formen hervorbringt, die mit Absichtlichkeit begabt sind, während es selber bloss vor sich hinblubbert? Wir meinen, wir stellten absichtsvoll mit dem Leben an, was es nötig erscheint, was uns gefällt.

Womöglich stehen unsere Ziele und Absichten im Dienst am Leben und nicht umgekehrt. Wir sind Mittel seiner Absichten. Auch die Oligarchie, die ich meine. Für mich steht fest, dass das Leben uns Menschen hervorgebracht hat, damit es seine Ausdehnung über die planetarischen Verhältnisse hinaus fortsetzt.

Dazu ist die Schwerkraft zu überwinden. Dieser Zweck erfordert eine enorme Bündelung an Energie. Die Bereitschaft dazu, den politischen Willen zu dieser Bündelung kommt nur durch Konflikte unter Menschen zustande, wo im Gegner das Böse schlechthin beschworen wird, um es bestmöglich zu bekämpfen. Die Geschichte der Raketentechnik geht aus brutalen Konflikten hervor. Bündelung an Energie, an Ressourcen, das passiert womöglich dadurch, dass das Leben, wie in Herden üblich, die scheinbar Stärksten heimlich Mittel horten lässt. Das Leben lässt Animalismen unter uns spielen wie seit je, Geiz, Gier, Profit, Übermacht, Eigeninteresse. So züchtet es eine Elite gegen eine wirre und verzettelte Sollbruchmasse hoch, die früher oder später abgestossen oder sich selbst überlassen wird. Ähnlich einem Winzer, wenn er die Ruten schnittig lichtet und so die Frucht praller macht.

Diesen Gedanken mag man menschenverachtend finden. Mit Blick auf die Hölle in Gaza, gegen die niemand einschreitet, erhärtet sich bei mir der Eindruck, dass dort Techniken der Besatzung und der Vernichtung erprobt werden, die vielleicht später gegen andere, womöglich gegen uns Mitteleuropäer Anwendung finden. Diese Ahnung ist keineswegs mehr abwegig. Die Grossmächte klären ihre Hinterhöfe, der Übergriff auf Venezuelas Diktator gehört dazu, die Vereinigten Staaten wenden sich von Europa ab, sodass wir als Hinterhof Russlands aufwachen, die Europäische Union befiehlt die Umstellung auf Kriegswirtschaft, ihre Politiker verfolgen offenkundig andere Interessen, als dem Volk zu dienen, wie das in Deutschland seit Langem deutlich wird, und die Zionisten schaffen sich auf Gedeih und Verderb ihren Sicherheitsraum, da sie einen weiteren Holocaust an Juden weltweit im Zuge dieses Grosskonflikts vorausberechnen.

Bei all dem verdampften die späten Errungenschaften Völkerrecht und persönliche Grundrechte.

Wenn wir jedoch bei dieser sich zielstrebig anbahnenden Katastrophen das Leben am Werk sehen, statt einer Handvoll Bösewichter, und die Elite mit ihrer Raffgier bloss als sein probates Mittel erachten, dann wird mein Hass nutzlos und meine Sorge, ich könnte in Sinnlosigkeit versinken, fällt dahin. Die hinterlistige Täterschaft brauche ich selbst als ihr Opfer nicht zu beschuldigen, brauche nicht das absolut Böse darin zu erkennen und bis aufs Blut bekämpfen zu wollen.

Die These von der planetarischen Abdrift des Lebens hält meinen sozialen Geist gesund.

Wir alle stehen demnach im Dienst am Leben. Und dem Leben dürfte es völlig gleichgültig sein, wem dieser Schritt gelingt. Ob US-Amerikanern, ob den Chinesen, ob Zionisten oder eben Tech-Oligarchen.

Wer diese Gedanken menschenverachtend findet, der stelle in Rechnung, dass auch ich ein Sollbruchmensch sein werde, sollte dies alles so eintreten wie beschrieben, denn gewiss werde ich in meinem übrigen Leben keine Milliarden zusammenschaffeln.

Eher verlösche ich mit Anstand, statt dass ich, verspätet und überstürzt, zu einem wiederholten Kreuzzug aufrufe. Eher verhungere ich in nobler Haltung. Denn Verhungern sei eine spirituelle Erfahrung, heisst es.

Aber derlei ist leicht gesagt.

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